Ideensammlung für ein Herzensprojekt Pt. 1

 

Vielleicht habe ich schon ein- zweimal erwähnt, dass ich als Sozialpädagogin in der Jugendhilfe tätig bin und mich um Jungs im Alter von 14 bis 18 Jahren kümmere. Das ist nicht immer ganz einfach, da jeder für sich seinen ganz eigenen Problem- und Sorgenhaufen mit sich herumträgt. Meist fällt es den Jungs schwer, sich emotional zu öffnen und Vertrauen aufzubauen. Genau das macht die Arbeit für mich aber so wertvoll, denn hat man erst einmal einen Draht zu den Jungs gefunden, dann lassen sie dich so schnell auch nicht wieder gehen. Das finde ich unheimlich schön.

Deswegen verbringe ich auch sehr viel Zeit in der Jugendwohngruppe, die mitten im Nirgendwo liegt. Als ich letztens so durch die Zimmer ging, fiel mir aber auf, dass manches Zimmer überhaupt nicht gemütlich erscheint und ich habe mich gefragt, wie in solch einem kargen Raum überhaupt ein Gefühl von Schutz und Rückzugsmöglichkeit – von Geborgenheit gar nicht zu sprechen – aufkommen soll. Das habe ich mit dem mir anvertrauten Bezugskind (äh, entschuldigen JUGENDLICHEN natürlich, sorry!) besprochen und wir haben beschlossen, das nun zu ändern. Er hatte allerdings große Schwierigkeiten dabei, Ideen zu entwickeln, wie es gemütlicher für ihn werden könnte und so habe ich mir ein paar Gedanken gemacht und diese in einem Pinterest-Bord gesammelt.

Jugendzimmer1

Jugendzimmer5

Jugendzimmer3

Jugendzimmer4

j6

j8

Für die Gestaltung des Zimmers gibt es ein paar wichtige Punkte zu wissen. Bei der Wohngruppe handelt es sich um eine intensivpädagogische Einrichtung. Das bedeutet, dass man damit rechnen muss, Jungs zu betreuen, die schönes um sich herum nicht aushalten beziehungsweise respektvoll behandeln können. Bei der Gestaltung muss also darauf geachtet werden, dass man jedes Element auch schnell wieder aus einem Zimmer entfernen kann, ohne hässliche Spuren zu hinterlassen. Weiterhin gibt es für alle Zimmer eine Standardeinrichtung, wie etwa Bett, Kleiderschrank und Schreibtisch. Demzufolge geht es vor allem darum, um die Möbel herum Gemütlichkeit und Funktionalität herzustellen.

Meine Idee zur Tafelfolie ist, diese auf eine MDF-Platte zu kleben, die der Jugendliche vorher in einer Farbe seiner Wahl streichen kann. Damit kann er sich ein wenig mehr ausleben, muss aber nicht eine der Zimmerwände streichen. Das wäre durchaus ein Problem, beschaut man sich einmal die Fluktuation hinsichtlich intensivpädagogischer Belegungszahlen. Eine Holzplatte kann man schneller mal farblich verändern, das bringt uns etwas mehr Flexibilität.

Gleich fahre ich mit meinem Bezugs-Jugendlichen mal zum Baumarkt und wir schauen, was wir finden. Und dann geht es hoffentlich bald an die Arbeit. Wärst du an einem Update dazu interessiert? Sag mir gern Bescheid.

Liebste Grüße.

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